Algenfunde in Württemberg – Teil 3

Autor/innen

  • Hans Mattern

DOI:

https://doi.org/10.26251/jhgfn.169.2013.201-228

Schlagworte:

Chrysophyta, Chrysophyceae, Rhodophyta, Rotalgen , Phaeophyceae, Braunalgen

Abstract

„Die Süßwasser-Chrysophycen sind überall verbreitet, aber weil sie unauffällig und zart sind, entgehen sie leicht der Aufmerksamkeit des Beobachters. Die Artenmannigfaltigkeit ist jedoch so groß, dass weitere Neubeschreibungen zu erwarten sind“ (Fott 1959: 461). Die Algenlisten aus unserem Land spiegeln diese Feststellung wider, je neuer desto reicher an Chrysophyceen, läßt sich grob vereinfachend sagen. Eine ganze Reihe von Arten sind erst in jüngerer Vergangenheit neu beschrieben worden und daher nur in Arbeiten neueren Datums enthalten.

Wer denkt, wenn er von Rotalgen und Braunalgen hört, nicht an die Küsten der Meere? Und doch haben sich aus beiden Gruppen einige Vertreter in das Süßwasser „verirrt“. Manche Rotalgen sind sogar mit bloßem Auge als Gattung ansprechbar. So die treffend benannte, gallertig sich anfühlende „Froschlaichalge“ (Batrachospermum). An verzweigten zentralen Fäden entspringen in Quirlen angeordnete Kurztriebbüschel. Die Artbestimmung bereitet allerdings wohl noch
nicht endgültig gelöste Schwierigkeiten. Froschlaichalgen stellen sich gerne in Quellen mit ihren Abflüssen ein, in Brunnen, Bächen und Flüssen, seltener in stehendem Wasser. Auffällig sind auch die roten, fest der Unterlagen anheftenden „Blutflecken“, als welche Hildenbrandia vor allem in schnell fließenden Bächen und auch in der Tiefe von Seen erscheint. Batrachospermum und Hildenbrandia sind schon in den frühen, von Kirchner in diesen Jahresheften (1880, 1888) zusammenfassend dargestellten Aufsammlungen von Algen enthalten.

Den Braunalgen räumt das Süßwasser unseres Landes nur eine gänzlich untergeordnete Rolle ein.

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Veröffentlicht

2013-12-15