Historisches Herbarmaterial aus Südwest-Deutschland in deutschen, europäischen und außereuropäischen Herbarien, dargestellt am Beispiel der Gattung Hieracium L. (s. l.) (Compositae)
DOI:
https://doi.org/10.26251/jhgfn.177.2021.085-114Schlagworte:
Hieracium, Herbarien, Pflanzentausch, Exsikkatensammlungen, SammlerbiographienAbstract
Bei Herbarstudien zur Gattung Hieracium konnten während der letzten 25 Jahre in 19 nicht baden-württembergischen deutschen und 35 europäischen Herbarien sowie einem amerikanischen Herbarium 844 Hieracium-Belege, die im Gebiet des heutigen Baden-Württemberg gesammelt wurden, nachgewiesen werden. In 17 Herbarien sind insgesamt auch 34 Typus-Belege aus diesem Bundesland vorhanden. 151 der ermittelten Belege wurden über 13 verschiedene Exsikkatenwerke vertauscht oder verkauft. Die nachgewiesene und potenzielle Vernetzung unter Botanikern, die daraus resultiert, wird bildlich dargestellt. Das 2,5 Millionen Belege enthaltende Herbarium von Roland-Napoléon Bonaparte in Lyon (LY) wird als bislang in Deutschland wenig beachtete Quelle für deutsche Herbarbelege thematisiert. Die Sammler K. H. Zahn, K. Müller, A. Krafft, K. Harz, H. O. Sleumer und W. Lechler, von denen die meisten Hieracium-Belege ermittelt werden konnten, werden kurz vorgestellt. Einige herausragende Einzelfunde dieser Recherche werden genannt und diskutiert. Abschließend wird eine Hochrechnung vorgenommen, wie viele Herbarbelege aller in Baden-Württemberg gesammelter Pflanzen sich in fremden Herbarien befinden könnten.
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